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17. September 2009

Helmhold will Schule ohne Sitzenbleiben - Fördern statt beschämen

Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Ursula Helmhold, hat die Kultusministerin aufgefordert, Konsequenzen aus der kürzlich von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegten Studie "Klassenwiederholungen – teuer und unwirksam" zu ziehen. Mit einem Antrag, der in die Plenartagung des Landtages in der kommenden Woche eingebracht wird, setzen sich die Grünen für die Abschaffung des Sitzenbleibens und die Entwicklung gezielter Förderkonzepte ein.

"Es ist an der Zeit, dass die Politik sich als lernfähig erweist", forderte Helmhold. "Statt die Schülerinnen und Schüler pädagogisch fragwürdige und teure 'Wiederholungsrunden' drehen zu lassen, ist es sinnvoller, frühzeitig und gezielt zu fördern. Hierfür müssen die Diagnosefähigkeiten der Lehrkräfte verbessert und differenzierte Förderkonzepte entwickelt werden", so die Grünen-Politikerin.

Die von Prof. Klemm im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erarbeitete Studie habe belegt, dass das Sitzenbleiben den Schülerinnen und Schülern nicht hilft, so Helmhold. Viele Wiederholerinnen und Wiederholer zählten schon zwei Jahre nach dem Sitzenbleiben erneut zu den Leistungsschwächeren ihrer Klasse. Für das Land sei das Sitzenbleiben jedoch sehr teuer. Prof. Klemm habe jährliche Kosten in Höhe von mehr als 51 Millionen € für Niedersachsen errechnet.

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