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25. Februar 2009

Helmhold: Regierungspläne sind Kampfansage an integrierte Gesamtschulen

"Aus ideologischer Borniertheit soll hier eine Schulform kaputt gemacht werden, die bei den Eltern auf große Zustimmung stößt. Die Eltern wollen die Integrierte Gesamtschule, weil der Weg zum Abitur länger offen gehalten und nicht bereits im Alter von 10 Jahren mehr oder weniger endgültig über den Schulweg der Kinder entschieden wird. Mit einem Abitur nach Klasse 12 wird das pädagogische Konzept der Integrierten Gesamtschule kaputt gemacht und genau das beabsichtigt Ministerpräsident Wulff", sagte Ursula Helmhold, parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsgrünen.

Nach der Aufhebung des Neugründungsverbotes von Gesamtschulen hätten Elterbefragungen in vielen Regionen, so auch in Schaumburg einen sehr hohen Bedarf an neuen Gesamtschulplätzen ergeben. Zum Teil hätten sich über 50% der beteiligten Eltern für die Integrierte Gesamtschule ausgesprochen, erläuterte Helmhold.

"Das hat man im Elfenbeinturm der Staatskanzlei und des Kultusministeriums nicht erwartet. Diese Elternbefragungen und die vielen Anträge der Schulträger auf Einrichtung neuer Gesamtschulen sind natürlich ein Schlag ins Kontor der Heilsprediger des gegliederten Schulwesens. Statt endlich den Elterwillen ernst zu nehmen, will man dieser ungeliebten Schulform jetzt das Wasser abgraben. Das ist eine schulpolitische Kampfansage sondergleichen", erklärte Ursula Helmhold.

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