Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Die regionale Grünen Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold unterstützt den Kampf der heimischen Milcherzeuger für faire Preise und existenzsichernde Produktionsbedingungen.
Helmhold: "Momentan wird das Qualitätsprodukt Milch mit 20 bis 30 Cent pro Liter weit unter Wert verramscht. Schuld daran ist die verfehlte Milchpolitik auf europäischer, Bundes- und Landesebene mit ständigen Erhöhungen der Milchquote, Überangebot und fallenden Preisen". Die Grünen hatten erstmals gemeinsam mit niedersächsischen Milchbauern ihre Forderungen nach flexibler Mengenbegrenzung ohne Subventionen im Landtag eingebracht.
In ihrem jetzt zur Abstimmung gestellten Antrag zur "Stärkung der Milchbauern und für faire Preise" kritisierten die Grünen, dass sich ausgerechnet Niedersachsens CDU-FDP-Landesregierung im Bundesrat vehement gegen die Forderungen der Milchbauern nach einer nationalen Reduzierung der Milchmenge gestellt hatte. Helmhold: "Die Wut der Milchbauern auf die Versprechungen der Landesregierung ist mehr als berechtigt. Mit dem Wortbruch gegen die beim Milchgipfel nach dem Milchstreik im letzten Jahr vereinbarten Ziele ist die Landesregierung der Mehrheit der niedersächsischen Milchbauern in den Rücken gefallen." Diese fürchten nun um ihre Existenz, da sie schon seit Monaten ihr Produkt zu Tiefstpreisen abliefern müssten. Schuld daran seien die Beschlüsse der Bundes- und Landesregierung, die Milchmenge weiter zu erhöhen und neue Subventionen für Stallbauten und Exportsubventionen einzuführen.
"Diese Exportsubventionen helfen den in ihrer Existenz bedrohten Bauern nicht, aber zerstören die Agrarmärkte in den Entwicklungsländern fatal", war sich Helmhold mit den im Landtag anwesenden BDM-Vorstandsmitgliedern einig, "Wir wollen eine nachhaltige, ökologische und soziale Milchviehhaltung in Niedersachsen mit hoher Qualität." Daher müsse es als Antwort auf die Milchkrise zu einer flexiblen Mengensteuerung für den heimischen Bedarf kommen, wie es nach Umfragen auch eine große Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher fordere. Grüne und Milchbauern hatten dazu gemeinsam im Landtag Änderungen bei der Molkereisaldierung, Umrechnungsfaktoren und eine Ablehnung der Milchquotenerhöhung gefordert. Diese Forderungen wurden jetzt von den anderen Fraktionen abgelehnt.
Helmhold kündigte an, dass ihre Fraktion weiter mit den Milchbauern zusammenarbeiten wolle und schloss auch die Unterstützung eines neuen Streiks für faire Abnahmepreise nicht aus.