Ursula Helmhold, MdL

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17. Dezember 2008

Helmhold kritisiert Streichung des Spielplatzgesetzes

Scharfe Kritik übt die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Ursula Helmhold, an der ersatzlosen Streichung des niedersächsischen Spielplatzgesetzes durch die CDU/FDP-Koalition. Damit wurde die Verpflichtung gekippt, in Neubaugebieten ausreichende Spielplatzflächen vorzusehen. Außerdem könnten sogar bestehende Spielplätze aufgehoben werden.

"Von einem kinderfreundlichen Niedersachsen reden, aber anders handeln, das ist mehr als unglaubwürdig", so die Grünen-Politikerin.

Es sei widersinnig, wenn die Kultusministerin über den zunehmenden Bewegungsmangel von Kindern klage und teure Förderprogramme auflege, zeitgleich aber die Mindestansprüche der Kinder auf Bewegungsräume gestrichen würden. "Den Koaltitionspolitikern waren die aktuellen Studien über Bewegungsmangel aufgrund des zunehmenden Medienkonsums offenbar nicht bekannt", vermutet Helmhold.

Helmhold forderte das Versäumis der Landesregierung jetzt in den Kommunen zu heilen, indem die Kommunen eigene Satzungen für Kinderspielplätze schaffen. "Dabei sollen Kinder aktiv an der Gestaltung der Spielplätze beteiligt werden", so die Grünen-Politikerin. Untersuchungen hätten gezeigt, dass viele Spielplätze phantasielos gestaltet seien und den Kindern nur wenige Anregungen böten. Mit Beteiligung der Kinder könne erreicht werden, dass die Spielplätze den Bedürfnissen der Kinder besser gerecht würden.

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