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11. Dezember 2008

Helmhold: Lebensmittelüberwachung in Niedersachsen unzureichend - Zu wenig Kontrolle lässt Dioxin-Fleisch in den Handel geraten

Die stellvertretende Vorsitzende der Landtagsgrünen, Ursula Helmhold, hat die "unzureichenden Kontrollen im Lebensmittelsektor" kritisiert. "Es ist unglaublich, dass auch in Niedersachsen tonnenweise dioxinbelastetes Schweinefleisch aus Irland in den Handel gelangen konnte und offenbar auch verzehrt wurde", sagte die Schaumburger Abgeordnete.

Dieser Fleischskandal würde einmal mehr zeigen, dass es schwarzen Schafen in der Branche möglich ist, auf dem Markt ihr kriminelles Unwesen zu treiben, weil zu wenig kontrolliert wird.

Das zuständige Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) habe 2007 lediglich 4000 Fleischproben überprüft, kritisierte die Grünen-Politikerin. Davon wurden 25 Prozent beanstandet und 5,5 Prozent waren ungenießbar oder gammelig. Auf krebserregende Stoffe wie PCB oder Dioxin werde so gut wie gar nicht kontrolliert.

"Wenn die Kontrolldichte weiter so gering bleibt, wird Niedersachsen zum Paradies der Billigfleischindustrie", sagte Helmhold.

Die Grünen fordern eine Aufstockung der Gelder für die Lebensmittelüberwachung und die Nennung der Schwarzen Schafe der Branche, sowie die Veröffentlichung der Kontrollergebnisse im Internet.

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