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"Versagen beim Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen" wirft Ursula Helmhold, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag der niedersächsischen Landesregierung vor. Jedes Jahr sterben weltweit 150 Arten aus, mehr als 53% der in Niedersachsen bekannten Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Während andere Länder sich bemühen, das Arten- und Biotopsterben bis zum Jahr 2010 zu stoppen, torpediere Umweltminister Sander persönlich den Moorschutz, die FFH-Richtlinie und ein modernes Umweltgesetzbuch. Auch bei der zunehmenden Versalzung der Weser wirft Helmhold der Landesregierung "unterlassene Hilfeleistung" vor, da das Land ,anders als die Kommunen, nicht gegen die rechtswidrige Einleitung klagen will. |
Mit der Aktion "Arche now – Erhalten, was uns erhält" haben die zwölf Abgeordneten der Grünen Fraktion die Patenschaft für jeweils eine bedrohte Tier- oder Pflanzenart aus Niedersachsen übernommen.
Die Schaumburger Abgeordnete hat sich der spektakulären Frauenschuh-Orchidee angenommen, die auch die wärmebegünstigten Lagen in krautreichen lichten Kalkbuchenwäldern des Weserberglandes bewohnt. "Wegen ihrer auffälligen Blüten wird die Orchidee immer wieder gepflückt oder ausgegraben. Dabei ist es kaum möglich, diese Art im Garten zu kultivieren, denn dort fehlen typische Pilze im Boden. Außerdem wurde ihr Lebensraum durch das Aufforsten mit schnellwüchsigen, sehr dicht gepflanzten Monokulturen aus Fichten stark eingeschränkt," so Helmhold
Die Grünen fordern die Einrichtung einer Wildnisstiftung für Niedersachsen, die mindestens fünf Prozent der Landesfläche umfassen soll, die Verknüpfung von Biotopen und ein modernes Naturschutzrecht, das die internationalen Ziele gegen das Artensterben erfüllt.