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27. Juli 2007

Helmhold: Seltsame Entscheidung des Umweltministers

Messingsberg wurde trotz einzigartigem Uhu-Brutgebiet nicht in den Gebiets-vorschlag für das Vogelschutzgebiet V 69 aufgenommen

Hintergrund ist, dass zur Überraschung aller Fachleute und ohne Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde oder örtlichen Fachleuten, das Gebiet "Messingsberg" aus der Liste für die Nachmeldungen europäischer Vogelschutzgebiete gestrichen wurde. "Beim Messingsberg bzw. dem dortigen Steinbruch handelt es sich um das älteste und am besten – seit Mitte der achtziger Jahre - dokumentierte Uhu-Brutgebiet in Niedersachsen. Hier wurde das erste Uhu-Brutpaar im Weser-Leine-Bergland dokumentiert, von hier aus weitete sich die Uhu-Population über die Steinbrüche des Weser-Leine-Berglandes aus," so Helmhold.

In den Unterlagen des Niedersächsischen Umweltministeriums vom Oktober 2006, die den Beteiligten im Verfahren vorgelegt wurden, ist der Messingsberg als herausragendes Brutgebiet für den Uhu dargestellt. Sowohl der Landkreis Schaumburg, als auch das NLWKN, die Vogelschutzwarte des Landes und die Naturschutzverbände haben positive Stellungnahmen für die Einbeziehung des Messingsbergs  in den Vorschlag V 69 abgegeben. Die jetzt erfolgte Streichung ist nach Helmholds Ansicht  daher aus naturfachlichen Gründen völlig unverständlich.

 "Vielleicht steckt dahinter die Absicht, dem Abbruchsbetrieb am Messingberg vorsichtshalber Steine aus dem Weg zu räumen?" mutmaßt  sie und hat sich daher mit einer kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt.

 

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