
Datum: 6. Juli 2007
Verbohrte Ignoranz bei der Schulpolitik hat die heimische Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold der Landesregierung vorgeworfen.
Im Landkreis Schaumburg zeige sich brennpunktartig, dass sehr viele Eltern für ihre Kinder das Angebot einer Gesamtschule nutzen wollen. "Eine Ablehnungsquote von 80% ist nicht hinnehmbar", so Helmhold, "Die Landesregierung darf den ausdrücklichen Elternwillen nicht länger ignorieren."
Unter dem Titel "Elternwille gegen die Landesregierung - Landesregierung gegen Elternwillen" hat Helmhold mit ihrer Fraktioneine aktuelle Stunde für die Landtagssitzung am kommenden Dienstag (10.7.) beantragt. "Wir wollen damit auch erneut deutlich machen, dass das ständische Schulsystem von CDU und FDP den Anforderungen der heutigen Gesellschaft nicht mehr gerecht wird. Die Eltern der 521 Kinder, die ihre Kinder zur IGS angemeldet haben, wollen exakt diese anerkannte und notwenidge Schulform. Die Wünsche der 414 abgelehnten Kinder und ihrer Eltern werden von der Landesregierung vollständig ignoriert, " argert sich Ursula Helmhold.
Die Grünen, so die Abgeordnete, fordern eine längere gemeinsame Schulzeit für alle Kinder mit mehr individueller Förderung. So könnten alle Begabungsressourcen der Kinder genutzt werden, was vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung eine schlichte Notwendigkeit sei. "Unser Schulsystem entlässt Jahr für Jahr mehr als 10% der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss – das ist ein Skandal", so Helmhold abschließend.