Bündnis 90/Die Grünen

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 12. Juni 2007

Grüne: Steinangerplanungen abschließen und Rintelns Zukunft neu gestalten

Nach dem Hochwassergutachten halten es auch die Rintelner Grünen für richtig, die Planungen für die Steinangerbebauung ad acta zu legen. Die Grünen bedauern zwar, dass damit für Rinteln die Chance auf ein zukunftsweisendes generationenübergreifendes und klimaschonendes Bauprojekt mit Modellcharakter nicht genutzt werden könne. Man habe jedoch immer gesagt, dass eine mögliche Verschlechterung der Hochwassersituation ein Ausschlusskriterium sei.

Es müsse jetzt neu überlegt werden, wie Rinteln die Herausforderungen des demographischen Wandels bewältigen wolle. "Wir müssen unsere Stadt attraktiv für Jung und Alt machen", so die Rats-Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ursula Helmhold. Die Stadtentwicklung müsse sich weiterhin an den Kriterien Kinder- und Familienfreundlichkeit aber auch an den Bedürfnissen einer alternden Gesellschaft orientieren. Zukunftsweisend könne aber auch eine konsequente Klimaschutz- und Energieeinsparorientierung der Stadt werden.

"Zukünftig werden stabile Energiepreise und niedrige Verbräuche im Wohnungsmarkt ein Standortfaktor werden", prophezeit Helmhold. Rinteln habe mit seinen eigenen Stadtwerken eine gute Ausgangsbasis. Ein Programm der örtlichen Banken zur energetischen Sanierung der Substanz wäre eine gute Möglichkeit, hier entsprechende Weichen zu stellen. 

Auch unter den neuen Bedingungen - nach Wegfall der eingeplanten Verkaufserlöse - müsse die Situation der Sportvereine verbessert werden.  Allerdings sei sicherlich mancher Wunsch noch einmal zu überdenken.

Zur Frage der künftigen Entwicklung der Stadt vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung  möchten die Grünen zu einem möglichst breiten Beteiligungsprozess kommen. "Wir wünschen uns ein offenes Forum, in dem die Rintelner Bürgerinnen und Bürger ihre Visionen für ein "Rinteln 2050" vorstellen können", so Ursula Helmhold.  Sie setzt dabei ausdrücklich darauf, "dass es in Rinteln viele Menschen gibt, die etwas positiv verändern und nicht nur verhindern wollen", so Helmhold abschließend.