Bündnis 90/Die Grünen

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 1. August 2006

Helmhold: Monster-LKW sind sinnlos und gefährlich

Als sinnloses Projekt bezeichnet die heimische Abgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen den von Minister Hirche genehmigten Probelauf von mehreren so genannten Giga-Linern auf Niedersachsens Straßen.

"Minister Hirche will den steigenden Güterverkehr in den Griff bekommen, indem er überlange Lastkraftwagen über Niedersachsens Straßen rollen lässt", so Helmhold. Statt die weitere Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene zu unterstützen, eröffne der Minister mit der bundesweit einmaligen Ausnahmegenehmigung für die so genannten Giga-Liner einen ruinösen Wettbewerb zwischen Schiene und Straße und unter den Spediteuren.

"Viele Verkehrsexperten warnen vor unzähligen praktischen Probleme und Gefahren. Was passiert z. B., wenn so ein GigaLiner wegen einer Autobahnsperrung auf die Umleitungsstrecken ausweichen muss, die er technisch wegen Kreisverkehren oder engerer Straßenführung gar nicht bewältigen kann? Wie soll man sich das zum Beispiel im Auetal vorstellen?", fragt Helmhold. Mit mehr als 25 Metern Länge behinderten diese LKW den Verkehrsfluss erheblich und zögen mögliche Überholmanöver bedenklich in die Länge. Damit seien Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer und Gigastaus vorprogrammiert.

Wirkliche Entlastungen für Mensch und Umwelt würden nur erreicht, wenn mehr Güter auf der Schiene transportiert würden, so Helmhold weiter.

"Schon ein 40 t-LKW zerstört normale Straßen in Rekordzeit. Was die 60 t schweren Monster-LKW anrichten werden, kann man sich leicht ausrechnen", so Helmhold. " Verkehrsminister Hirche öffnet einem Verdrängungswettbewerb die Tür, der am Ende auf Kosten der Steuerzahler und zu Lasten der Umwelt geht".