Bündnis 90/Die Grünen

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 21. Juli 2006

Helmhold: Ross-Luttmanns Hitzewarnung „dramatischer Ausdruck der zermürbenden Kraft der Affenhitze“

Die Pläne der niedersächsischen Gesundheitsministerin, eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Deutschen Wetterdienst abzuschließen, um zukünftig Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen vor Hitzephasen warnen zu können haben die Landtagsgrünen als "dramatischen Ausdruck der zermürbenden Kraft der Affenhitze in den letzten Wochen" bezeichnet.

"Wann die Sonne scheint und wie heiß es werden wird, kann jede Pflegekraft beim Blick auf das Thermometer und den Wetterbericht selbst feststellen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmholdam Freitag in Hannover. Ministerin Ross-Luttmann habe offenbar wenig Vertrauen in die Professionalität der Pflegeeinrichtungen. Jede ausgebildete Pflegekraft wisse, welche Auswirkungen Hitze auf den älteren Organismus habe und kenne entsprechende Gegenmaßnahmen.

Die Grünen-Politikerin befürchtet zudem, dass – ähnlich wie in Hessen – durch die Verwaltungsvereinbarung ein zusätzlicher Bürokratieaufwand auf das Pflegepersonal zukommt.

Auch der Hinweis des Leiters des Landesgesundheitsamtes Windorfer, dass es nicht reiche, eine Flasche Wasser neben das Bett zu stellen sei unangemessen.
Helmhold: "Statt die Pflegekräfte derart zu diskreditieren, sollten Windorfer und die Ministerin sich für bessere Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte und eine Reform der Pflegeversicherung einsetzen. Bei diesem Thema liegt Niedersachsen seit Monaten im Hitzekoma."