Bündnis 90/Die Grünen

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 19. Juni 2006

Helmhold:Viel Zustimmung zu Grünen-Vorschlag zur Eigenverantwortlichen Schule

Für die Forderungen der Grünen, künftig den Eltern und Schülern deutlich mehr Mitspracherechte und Entscheidungskompetenzen einzuräumen hat es sehr viel Zustimmung gegeben. So das Resumee der Grünen-Landtagsabgeordneten Ursula Helmhold nach einer zweitägigen Anhörung des Kultusausschusses zur Eigenverantwortlichen Schule.

Neben der Landesregierung haben auch die Grünen einen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem die Schulen mehr Entscheidungskompetenzen und pädagogische Freiheiten bekommen sollen. 

Die Grünen setzen auf eine wesentliche stärke Beteiligung der Eltern und Schüler, statt es wie Landesregierung und SPD weitgehend bei der alleinigen Entscheidungskompetenz von Schulleitung und Gesamtkonferenz belassen wollen: In einer Schulkonferenz sollen Eltern, Lehrer und Schüler nach den Vorstellungen der Grünen jeweils zu einem Drittel vertreten sein. In pädagogischen Fragen sollen die Lehrer jedoch faktisch ein Vetorecht haben.

"Die Eltern sind doch nicht nur dazu da, bei Schulfesten Kuchen zu backen oder auf dem Schulhof neue Beete anzulegen. Sie wollen und sollen bei wichtigen Entscheidungen in der Schule mitreden und mitentscheiden können", sagteHelmhold.

Bestätigt sieht die Grünen-Abgeordnete ihre Position durch die Stellungnahmen von Landeselternrat, Landesschülerrat , den kommunalen Spitzenverbände, den beiden christlichen Kirchen sowie mehrerer anderer wichtiger Bildungsverbände.

Die Grünen-Politikerin fordert Minister Busemann und die Koalitionsfraktionen des Landtages daher auf, die zahlreichen Bedenken ernst zu nehmen und sich auf den Gesetzesvorschlag der Grünen zuzubewegen. "Eine Schule, die die Bereitschaft zur Mitverantwortung von Eltern und Schülern nicht nutzt, ist nicht zukunftsfähig", ist sich Helmhold sicher.