
Datum: 31. Mai 2006
Auch während der diesjährigen Revisionarbeiten ist es wieder zu "Befunden" im AKW Grohnde gekommen, wie das Unternehmen E.ON Kernkraft am 19. Mai mitgeteilt hat. Demnach hatte sich bei Arbeiten am Reaktordruckbehälter ein Steuerelement nicht von seinem Antrieb gelöst und wurde beim Anheben des Deckels mit hochgezogen. Nach erfolgter Ursachenklärung sei das betroffene Steuerelement gelöst und abgesetzt worden, hatte das Unternehmen mitgeteilt.
Die grünen Landtagsabgeordneten Ursula Helmhold und Andreas Meihsies wollen nun von der Landesregierung wissen, welche Ursachen und Folgen dieser Fehler hatte und was im Einzelnen geschehen ist. "Wichtig ist für uns auch eine Antwort auf die Frage, ob es zu einer Strahlenbelastung der Mitarbeiter gekommen ist, die bei dem Vorfall in der Reaktorkuppel anwesend waren", so Helmhold. Die Betreiber hätten zwar mitgeteilt, dass das Vorkommnis keine Auswirkungen auf den sicheren Zustand der Anlage gehabt hätte. Über mögliche Strahlenbelastungen sei jedoch nichts ausgesagt worden.