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Aus Anlass des 20. Jahretags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl laden die Rintelner Grünen am Dienstag, 25.04. um 20 Uhr zu einer Sondervorführung des Films "Die Wolke" im Steinberger Kino ein.
"Wir wollen den Jahrestag zum Anlass nehmen, auf die Gefahren der Atomtechnologie hinzuweisen, der Opfer zu gedenken und das Hilfsprojekt "Kinder in Not – Gomel" zu unterstützen", so Grünen-Ratsfrau Ursula Helmhold.
Die Wucht der Explosion in dem Atomkraftwerk setzte eine Radioaktivität frei, die 100-400mal höher ist als der Fallout der Atombombe auf Hiroshima. Millionen Menschen wurder verstrahlt, an den Folgen sind bislang zwischen 20.000 und 70.000 Menscheng gestorben. Etwa 5 Millionen Menschen leben heute in dem verstrahlten Gebiet und leiden noch immer an den Folgen.
Besonders dramatisch ist der Schilddrüsen-Krebs bei Kindern: Die Fälle stiegen bei weißrussischen Kindern um das 13-fache, in stark belasteten Regionen gar um das 300-fache.
"1987 schrieb Gudrun Pausenwang den gleichnamigen Jugendbuchklassiker als direkte Reaktion auf den Atomunfall in Tschernobyl. Wäre die Rot-Grüne-Regierung an der Macht geblieben, hätten wir die Verfilmung von "Die Wolke" nur noch als Bestätigung für den Atomausstieg begreifen können. Nun aber, wo die große Koalition zumindest darüber nachdenkt, die Verträge wieder rückgängig zu machen, ist Pausenwangs Katastrophenszenario aktueller denn je, " so Helmhold.
Der Film wird um 20 Uhr im Kino in Steinbergen gezeigt. Der Eintritt ist frei, die Grünen bitten aber um eine Spende für die mezinische Hilfe für Kinder im betroffenen Gebiet. Vor der Vorführung ist Gelegenheit, sich bei Hiltraud Mumme über die Arbeit des Vereins zu informieren.