Bündnis 90/Die Grünen

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 14. Februar 2006

Will Kultusminister Busemann die IGS-Schaumburg ausbremsen?

Parlamentarische Anfrage soll Ministerentscheid beschleunigen

Warum liegt der Antrag auf Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Schaumburg so lange auf Herrn Busemanns Schreibtisch? Das will die heimische Grünen-Abgeordneten jetzt von der Landesregierung wissen. Gemeinsam mit der schulpolitischen Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Ina Korter, richtete sie jetzt eine kleine Anfrage an die Landesregierung.

Seit 2 Monaten liege dem Minister bereits eine positive Stellungnahme der Landesschulbehörde vor. Es sei unerträglich, dass der Kultusminister die endgültige Entscheidung über die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der IGS so lange hinauszögere, meinen die Grünen.

"Ich habe den Eindruck, dass es dem Minister nicht passt, wie erfolgreich die IGS Schaumburg ist", vermutet Ursula Helmhold. So habe es im vergangenen Jahr 446 Anmeldungen für die 112 vorhandenen Schulplätze in Klasse 5 gegeben.

"Die IGS Schaumburg hat damit landesweit den größten Zulauf. Da muss man doch eigentlich nicht lange darüber nachdenken, ob man an einer so erfolgreichen Schule eine Obersstufe einrichtet", ergänzt Ina Korter. Schließlich brauche die IGS eine Oberstufe, um alle Bildungsgänge vollständig anbieten zu können.

Neben der Frage, warum der Minister für seine Entscheidung so lange braucht, wollen Korter und Helmhold auch wissen, was die Landesregierung den Zehntklässlern für die Planung ihrer weiteren Schullaufbahn empfiehlt, denen angesichts der unklaren Situation inzwischen die Zeit davon laufe.

"Benachbarte Gymnasien haben für ihre Oberstufen Anmeldefristen, die eingehalten werden müssen. Herrn Busemann sollte klar sein, dass er sein politisches Süppchen vor allem auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler kocht", so Ina Korter