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Zur Eindämmung der Schwarzarbeit fordert das niedersächsische Handwerk einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Branche. Die heimische Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Ursula Helmhold unterstützt mit ihrer Fraktion diese Forderung.
Helmhold: "Die von der großen Koalition geplante Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 19% wird im nächsten Jahr dazu führen, dasss weitere Stellen im Handwerk abgebaut werden. Die Binnenkonjunktur wird geschwächt und die Schwarzarbeit wird zunehmen."
Mit einen reduzierten Mehrwertsteuersatz gebe es gute Erfahrungen in vielen Nachbarländern. So gelte in Farnkreich seit Ende der 90ger Jahre ein reduzierter Steuersatz von 5,5% für Handwerksleistungen. Dieser habe innerhalb von 3 Jahren eine Umsatzsteigerung von 14% und einen Zuwachs bei den Beschäftigtenzahlen um 8,6% bewirkt.
Künftig wollen nach Angabe von Helmhold 20 der 25 EU-Länder einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Handwerksleistungen anbieten. Länder, die sich dem Modellversuch anschließen wollen, müssen sich allerdings bis Ende März bei der EU dafür angemeldet haben.
Da Kanzlerin Merkel einen verringerten Mehrwetsteuersatz für Handwerkerleistungen ablehnt, wollen die Grünen Niedersachsen mit einem Antrag, der am Freitag im Landtag behandelt wird, Ministerpräsident Wulff und die Regierungskoaltion dazu bewegen, bei dem Thema "Flagge zu zeigen".