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25. Oktober 2005

Grüne fordern Rote Karte gegen Menschenhandel

Land soll Fußballbund in die Pflicht nehmen

Die Landtagsgrünen wollen wissen, wie sich die Landesregierung auf den im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft 2006 zu erwartenden Anstieg von Menschenhandel und Zwangsprostitution vorbereitet. "Experten rechnen wegen der WM mit bis zu 40.000 zusätzlichen Prostituierten überwiegend aus Osteuropa, von denen viele nicht freiwillig kommen werden", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold. "Die Landesregierung muss entsprechend frühzeitig solchen Menschenhändlern und Zuhältern die Rote Karte zeigen.

"Wenn die WM ein Fest für alle werden soll, dann dürfe dieses Thema nicht ausgeblendet werden, so die Grünen-Abgeordnete. Menschenhandel und Zwangsprostitution seien besonders verabscheuungswürdige Verbrechen, die äußerst zerstörerisch auf die Opfer wirken. Umso mehr sei die Haltung des Deutschen Fußballbundes (DFB) zu kritisieren, der laut seines Vorsitzenden Mayer-Vorfelder nicht willens sei, sich mit der "leidigen Sache" auseinanderzusetzen.

Da das Land dem DFB im Rahmen der WM mehr als 3,1 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen will, fragt Helmhold in einer kleinen Anfrage auch nach Möglichkeiten, den Verband doch noch in die Pflicht zu nehmen. "Ansonsten könnte das Geld ja auch außerhalb dieser ignoranten Organisation Verwendung finden."

Anlage: Kleine Anfrage

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