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Kleine Anfrage zur mündlichen Beantwortung
Abgeordnete Elke Twesten Abgeordnete Ursula Helmhold (Bündnis 90/Die Grünen)
Billig-Brustimplantate
Minderwertige Brust-Implantate sind offenbar auch Frauen in Norddeutschland eingesetzt worden. Der NDR berichtete am 10. Januar 2012, dass in Hamburg fast 130 Frauen betroffen seien, die Zahl der Betroffenen in Niedersachsen aber noch unklar sei. Allerdings, so teilte das Gesundheitsministerium in Hannover der Nachrichtenagentur dpd mit, sollen die Produkte des Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) landesweit in sieben Kliniken verwendet worden seien. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie mehrere Ärzteverbände raten dazu, die Implantate entfernen zu lassen. Grundsätzlich würden laut NDR 90,3 die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die OP übernehmen. Unklarheit herrsche bei reinen Schönheitsoperationen. Hier würden die Krankenkassen die Frauen an den Kosten beteiligen wollen. Bei den französischen Implantaten verwendete der Hersteller billiges Industriesilikon statt medizinischen Kunststoffs. Reißen die Kissen, ist die Gesundheit der Frau gefährdet. Das Gesundheitsministerium kündigte an, über die Gewerbeaufsichtsämter die Zahl der betroffenen Frauen in Niedersachsen zu ermitteln.
Wir fragen die Landesregierung:
Elke Twesten Ursula Helmhold