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Das Thema Hygiene an Krankenhäusern und in niedergelassenen Arztpraxen gehört zu den wichtigsten Fächern bei der Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern für die Patientensicherheit in medizinischen Einrichtungen. Zu zahlreich sind noch die Erkrankungen, deren Ursache in unzureichender Hygiene und in der Ausbreitung von multiresistenten Keimen liegen.
Krankenhausinfektionen, deren Häufigkeit von Krankenhaus zu Krankenhaus in Abhängigkeit vom jeweiligen Fachgebiet, der Ausstattung und des Hygienestandards schwankt, können bis zu 8 % der Patienten betreffen (nach verschiedenen Hochrechnungen werden die Krankenhausinfektionen in der Bundesrepublik Deutschland mit 700.000 - 900.000/Jahr angegeben) und deren Verweildauer im Krankenhaus zum Teil erheblich verlängern. Durchschnittlich erfordern Krankenhausinfektionen 10 Tage zusätzlichen Krankenhausaufenthalt und belasten die Versichertengemeinschaft mit erheblichen Kosten..
Die Praxis ist nach wie vor weit vom möglichen Standard bester Praxis entfernt. Noch im Februar 2009 äußerte die niedersächsische Sozialministerin Ross-Luttmann: "Es gilt, Patientinnen und Patienten noch besser vor multiresistenten Keimen zu schützen." Es ist daher nach Ansicht von Expertinnen und Experten zur Hygiene dringend notwendig, eine ausreichende Zahl von Lehrstühlen und anderen Fachkräften für die Lehre und Forschung für das Fach Hygiene an den Universitäten und Hochschulen, die zu Gesundheitsberufen ausbilden, vorzuhalten. Dies auch deshalb, weil es immer neue multiresistente Keime gibt, für die zur Zeit kein Antibiotikum zur Verfügung steht. Ein verstärktes Handeln liegt im Interesse aller Beteiligten (z.B. Aktionsbündnis Patientensicherheit u.a.)
Ich frage die Landesregierung:
Ursula Helmhold Gabriele Heinen Kljajic