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Nach Beschwerden von Eltern und Sozialpsychiatrischen Diensten geht vor dem Hintergrund massiver bis existenzbedrohender Regressandrohungen gegenüber niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten für das Jahr 2006 erneut die Verordnung von Heilmitteln (Physiotherapie, Logotherapie, Ergotherapie) für Kinder und Jugendliche massiv zurück. Nach Aussagen von Experten benötigt ein hausärztlich tätiger Kinderarzt/eine hausärztlich tätige Kinderärztin nach den aktuellen Richtgrößenrichtlinien ca. 23 unauffällige Kinder, um einem bedürftigen Kind eine 1x wöchentliche therapeutische Maßnahme zu verordnen. Diese Verhältnis entspricht nicht dem durch medizinische Indikation definierten Bedarf insbesondere im Hinblick auf den wissenschaftlichen Nachweis der hohen Prävalenz an Entwicklungsstörungen. Eine Unterbrechung einer Therapie ist im übrigen nicht nur aus medizinischer Sicht kontraindiziert, sie ist auch aus wirtschaftlichen Gründen kontraproduktiv, da jeder Neuanfang bei Kindern und Jugendlichen eine neue Kontaktaufnahme und Motivation erfordert und damit eine Zeit- und Therapieverschwendung darstellt.
Wir fragen die Landesregierung:
Christian Meyer Ursula Helmhold