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Als Alarmzeichen hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Ursula Helmhold, die bekannt gewordenen Ergebnisse der Hamburger Rechtsmediziner über den Pflegezustand Verstorbener bezeichnet. "Es ist zu anzunehmen, dass bei entsprechenden Untersuchungen in Niedersachsen die Ergebnisse ähnlich drastisch ausfallen werden wie in Hamburg", sagte Helmhold.
Dabei seien die genannten Probleme weniger eine ärztliche als vielmehr eine pflegerische Herausforderung. Der Pflege älterer Menschen werde gesellschaftlich überhaupt nicht die Bedeutung zugemessen, die sie dringend brauche, so Helmhold.
In Niedersachsen sei die Situation besonders dramatisch. Helmhold erinnerte daran, dass die Pflegesätze in den Heimen um bis zu 20% niedriger lägen als in vergleichbaren anderen westlichen Bundesländern. "Nötig sind Investitionen in eine verbesserte Personalausstattung und Qualifikation der Pflegekräfte. Auf die Schnelle HauptschülerInnen zu Pflegefachkräften auszubilden, wie es die Bundesregierung jüngst beschlossen hat und auch CDU und FDP in Niedersachsen fordern, geht am Thema völlig vorbei", so Helmhold.