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5. Februar 2009

GRÜNE einig mit Akademie der Künste und Museum of Modern Art gegen Landtagsabriss

Einlenken und Neubesinnung gefordert

Die Landtagsgrünen sehen sich durch die nun auch nationale und internationale Kritik an den Abrissplänen des Landtagspräsidenten für den denkmalgeschützten Plenarsaal in ihrer Haltung bestätigt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold zeigte sich am Donnerstag (heute) in Hannover erfreut über entsprechende Schreiben der Berliner Akademie der Künste und des Museums of Modern Art (MoMA). "Die Fachwelt von Niedersachsen bis New York schüttelt inzwischen den Kopf über die traurige Provinzposse in Hannover", sagte die Grünen-Politikerin. "Präsident Dinkla muss umdenken, sonst läuft er Gefahr, dass sich der Landtag unter seiner Ägide weltweit blamiert."

Der Plenarsaal müsse als denkmalgeschütztes Zeugnis der Nachkriegsarchitektur behutsam renoviert werden, sagte Helmhold. Dabei sollten auch die "Quadratmeter auf das Nötigste beschränkt" werden. Offenbar wolle der Präsident mit einem "aufgeblähten Raumprogramm" eine Begründung für die Abriss-Planung schaffen. "Warum ein mittlerweile verkleinerter Landtag doppelt so viel Platz wie in den vergangenen 40 Jahren benötigt, ist in keiner Weise nachvollziehbar", sagte die Grünen-Politikerin.

Helmhold kündigte für ihre Fraktion eine parlamentarische Initiative an, die "dem Präsidenten eine Chance zum Einlenken und den Abrissbefürwortern in den anderen Fraktionen die Neubesinnung erleichtern" soll.

 

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