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4. Februar 2009

GRÜNE: Ladenöffnungspläne der Regierung „beschäftigten- und familienfeindlich“

Ausweitung des Sonntags-Sortiments und Einführung der Shopping-Kategorie „Ausflugsorte“ kontraproduktiv

Als "halbherzigen Befriedungsversuch" haben die Landtagsgrünen die von den Koalitionsfraktionen in Niedersachsen vorgeschlagene Änderung des Ladenöffnungsgesetzes bezeichnet. "Der Systemfehler, nämlich die Ausweitung des Sortiments für den Sonntagsverkauf auf Bekleidung und Schmuck und die Erfindung der Shopping-Kategorie Ausflugsorte, ist damit nicht korrigiert", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold am Mittwoch (heute) in Hannover. "CDU und FDP versuchen die Brände zu löschen, die sie selbst entfacht haben", sagte die Grünen-Politikerin. Bereits bei der Verabschiedung des Gesetzentwurfes sei deutlich geworden, dass es zu schweren Verwerfungen kommen werde. Die fast unbegrenzte Möglichkeit zur Sonntagsöffnung wurde von den Grünen bereits damals als "beschäftigten- und familienfeindlich" abgelehnt.

Die Grünen erneuerten ihre Forderung nach Herausnahme von Bekleidung und Schmuck aus dem für sonntags zugelassenen Verkaufssortiment. Damit würde die Geschäftstätigkeit an Sonntagen auf ein verträgliches Maß reduziert. Helmhold "Die Wulff-Regierung schwelgt weiterhin im Sieben-Tage-Kaufrausch und ignoriert dabei die grundgesetzlich geschützte Sonntagsruhe und die Tatsache, dass es ein Leben jenseits der rundum klingelnden Ladenkassen gibt!"

 

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