
Datum: 18. August 2008
Einen anregenden Tag verbrachte die Sommerglück-Gewinnerin Annegret Lahmann mit Ursula Helmhold im Landtag in Hannover.

Ganz "grün" ging es mit dem Zug zum Hauptbahnhof und dann im Spaziergangsschritt zum Parlamentsbüro der Abgeordneten im Leineschloss. Hier stand zunächst die Teilnahme an der morgendlichen Lagebesprechung auf dem Programm, in der die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Fraktion mit Mitarbeiterinnen und dem Pressesprecher die aktuelle Berichterstattung in den Medien erörterte. Danach besuchte Annegret Lahmann zusammen mit dem Pressesprecher die Routinesitzung der Landespressekonferenz. Eines der Hauptthemen dort war der Friseurbesuch der Kultusministerin. Zum Hintergrund: Frau Heister-Neumann war im Juli mit dem Dienstwagen zu einem Friseurtermin nach Nordhorn gefahren war und hatte damit bei den Journalisten eine Debatte darüber ausgelöst, ob dies ein eher privater oder ein dienstlicher Termin gewesen sei, der die Benutzung des Dienstwagens rechtfertigte.
Ursula Helmhold entschied im anschließenden Gespräch mit ihrem Pressesprecher auf diesen Vorgang nicht allzu "bierernst" zu reagieren. Man entschloss sich, darauf mit einem Spottgedicht in Anlehnung an Wilhelm Busch zu reagieren.
Kurz darauf ging es zu einem Interviewtermin mit einem Reporter von Radio FFN zum Thema Politikverdrossenheit. Ausgangspunkt war die schlechte Wahlbeteiligung, die bei der letzten Landtagswahl nur bei 57,1 % lag. Ursula Helmhold machte die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, das Gefühl der Ungerechtigkeit aber auch Uninformiertheit dafür verantwortlich und forderte mehr direkte Demokratie und eine Politik, die die steigende Ungerechtigkeit bekämpft. Außerdem unterstrich sie noch einmal die Bedeutung der politischen Berichterstattung in den Tageszeitungen:
"Zeitungen sind ein sehr wichtiges Informationsmedium", sagte die Abgeordnete und regte an, das Lesen einer Zeitung bereits in der Schule einzuüben.
Nach der Besichtigung des Landtags, einschließlich Plenarsaal, Ausschussräumen und Pressetribüne ging es zum späten Mittagessen in die Markthalle, den so genannten "Bauch von Hannover".
Am Nachmittag zurück in Obernkirchen gab sich Anneliese Lahmann überrascht von der Vielseitigkeit der Abgeordnetentätigkeit: "Ich hätte gar nicht gedacht, dass sich hinter einem Mandat so viel verbirgt," sagte sie und nahm gern die Einladung an, einmal an einem Sitzungstag nach Hannover zu kommen und sich eine Landtagssitzung "live" anzusehen.