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26. Juni 2008

99 schwarz-gelbe Luftballons vor der Staatskanzlei

GRÜNE spotten über Ministerpräsident Wulffs aufgeblasene Reaktion auf die „100-Tage-Kritik“

"Per Luftpost" haben die Landtagsgrünen dem niedersächsischen Ministerpräsidenten heute (Donnerstag) auf seine Absage an ein Rededuell geantwortet. Wulff hatte den Grünen vorgeworfen, mit "Unwahrheiten, falschen Informationen und falschen Behauptungen" zu arbeiten und deren Kritik an seiner "100-Tage-Zwischenbilanz" als "99 Luftballons" bezeichnet. Darauf konterte die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold jetzt vor der Staatskanzlei mit dem Start einer entsprechenden Anzahl schwarz-gelber Ballons, die zeigen sollen "wie aufgeblasen der Ministerpräsident auf seine Kritiker reagiert".

100 Fehler

Unter www.gruene-niedersachsen.de haben die Grünen ab sofort im Internet "detaillierte Fakten und Argumente zu den 100 größten Fehlern aufgelistet, die zeigen, wie die Regierung Wulff die Zukunftschancen Niedersachsens verspielt", sagte Helmhold.

Dass der Ministerpräsident zwischenzeitlich seine ausführliche "Gegendarstellung" aus der letzten Woche wieder vollständig von der Homepage der Landesregierung hat streichen lassen, werten die Grünen als "Eingeständnis der regierungsamtlichen Verlegenheit". Wulff habe im Landtag damit gedroht, dass seinen Kritikern "Hören und Sehen vergehen" (Zitat MP Wulff) werde. "Zu sehen ist tatsächlich nichts mehr – zumindest nicht die windigen Rechtfertigungen des schwarz-gelben Kabinetts."

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