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2. August 2007

Lohndumping in der Pflege gefährdet Qualität - Helmhold fordert Mindestlöhne für Pflegekräfte

Die Landtagsgrünen sind besorgt über das Angebot von Billigpflegekräften aus Osteuropa, das eine Firma aus Meppen in Niedersachsen plant. "Sie treten in Konkurrenz zu bestehenden Anbietern, ohne dass die für diese geltende Qualität erbracht wird", so Ursula Helmhold, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag.

"Mal ganz abgesehen von der Frage der Sprachkenntnisse und Qualifikation, die gerade im Umgang mit demenzkranken Menschen von entscheidender Bedeutung sind,  ist es nicht in Ordnung, Frauen aus Osteuropa bei uns für Stundenlöhne von zwei Euro arbeiten zu lassen", so Helmhold.

Der Vorgang mache deutlich, dass findige Unternehmen die in Deutschland bestehenden Schlupflöcher in der Gesetzgebung zur Entsendung von ArbeitnehmerInnen ausnutzen würden. Helmhold fordert Ministerpräsident Wulff und die CDU daher auf, sich endlich in der dringenden Frage von Mindestlöhnen und einer Ausweitung des Entsendegesetzes zu bewegen, um ein derartiges Lohndumping zu verhindern. Es handele sich hier um ein speziell deutsches Problem, denn z.B. in den zwanzig EU-Ländern mit Mindestlöhnen wäre diese Ausbeutung von Pflegekräften gar nicht möglich, so Helmhold.

 

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