Ursula Helmhold, MdL

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Ein Tag im Leben einer Abgeordneten

Im Regelfall fahre ich morgens mit dem Zug nach Hannover und bin gegen 9 Uhr in der Fraktion. Als erstes steht Zeitungslektüre auf dem Programm. Die Fraktion hat 8 Tageszeitungen abonniert und ich versuche, schnell einen Überblick über das aktuelle politische Geschehen zu erhalten. Um 9.30 gehe ich zur so genannten " Lage". Hier treffen sich Mitglieder des Fraktionsvorstands, Abgeordnete, FachreferentInnen und die Presse- und Öffentlichkeitsabteilung zu einer Einschätzung der politisch wichtigen Themen für diesen und die nächsten Tage. Wir diskutieren und beschließen, zu welchen Themen an diesem Tag Pressemitteilungen herausgegeben werden sollen.

Danach gehe ich an meinen Schreibtisch: Post und E-Mails lesen und beantworten, Sitzungen, Anträge oder Reden vorbereiten, telefonieren und ähnliche Tätigkeiten stehen auf dem Programm. Dabei unterstützt mich meine Mitarbeiterin.

Danach sieht jeder Tag anders aus. Am 19.4.2006 zum Beispiel so:

Um 12 Uhr habe ich meine Kollegin im Sozialausschuss abgelöst. Wir diskutierten das Transplantationsgesetz. Von 13.30 bis 14.30 hatte ich eine Besprechung, praktischerweise verbunden mit einem Mittagessen. Zurück im Landtag habe ich vom 15.00 bis 16.00 Uhr mit einer Besuchergruppe (SchülerInnen einer Hauptschule) diskutiert. Die Themen reichten von Gewalt an Schulen über die Abschaffung der Orientierungsstufe bis zum Mangel an Lehrstellen. Von 16.00 bis 16.30 ein Gespräch mit unserem EDV-Verantwortlichen. Die Landtagsverwaltung will das gesamte EDV-System umstellen. Als parlamentarische Geschäftsführerin fällt das in meinen Bereich und ich versuche zu verstehen, worum es dabei geht.

Mit dem Zug um 17 Uhr zurück nach Rinteln, wo um 18 Uhr eine Sitzung des Bauausschusses der Stadt Rinteln stattfand. Danach um 20 Uhr ein Treffen des Grünen Stadtverbands, in der wir uns mit der Vorbereitung der Kommunalwahl beschäftigt haben. Wieder daheim gegen 22 Uhr - endlich Zeit für eine kleine Mahlzeit, ein Buch und mein Sofa.

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