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17. Februar 2003

Von der Leyen leistet antiquiertem Frauenbild Vorschub

Gleichstellungsdefizit existiert zwischen Frauen und Männern
Mit Verwunderung hat die frauenpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Ursula Helmhold auf die Ankündigung der niedersächsischen Frauenministerin von der Leyen reagiert, sich für die Gleichstellung der Erwerbs- und Familienarbeit von Frauen einzusetzen. "Ein Gleichstellungsdefizit existiert im wesentlichen zwischen Frauen und Männern und die ungerechte Verteilung von Haus- und Erwerbsarbeit zwischen den Geschlechtern ist eine der Hauptursachen dafür", sagte Helmhold am Montag in Hannover.
Die Ausblendung dieser Komponente durch die CDU-Ministerin leiste einem antiquierten Frauenbild Vorschub, das in der Realität keinen Bestand habe. "Die Mehrheit der Frauen will sich nicht zwischen Karriere oder Kindern entscheiden müssen, sondern beides miteinander vereinbaren können", äußerte die Grünen-Abgeordnete. Um dies zu erreichen, müssten vor allen Dingen die Männer in die Pflicht genommen werden.
Angesichts dessen findet Helmhold die Ankündigung der neuen Frauenministerin "besorgniserregend", unter dem Schlagwort der "ehrlichen Schwachstellenanalyse das Niedersächsische Gleichstellungsgesetz (NGG) überprüfen zu wollen.
"Schwachstelle bei der Umsetzung des NGG waren bisher vor allem die unter männlicher Führung stehenden Landesministerien. Hier sollte Frau von der Leyen vorrangig tätig werden."
dk/kn

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