Abschaffung des Pflegewohngeldes drängt 8000 Menschen in die Sozialhilfe
Die Landtagsgrünen haben die angekündigte Novellierung des Niedersächsischen Landes-pflegegesetzes kritisiert. Zwar sei die Schwerpunktsetzung auf die ambulante Betreuung zu begrüßen, durch die geplante Abschaffung des so genannten Pflegewohngeldes würden jedoch bis zu 8000 pflegebedürftige Menschen in die Sozialhilfe gedrängt, sagte die sozial-politische Sprecherin Ursula Helmhold am Freitag in Hannover. Das Einkommen der Be-troffenen würde nicht ausreichen, die Unterkunfts- und Verpflegungskosten in einem Altenpflegeheim zu bezahlen.
Eine weitere Folge sei die erneute Heranziehung von Angehörigen zu den Unterbringungs-kosten. "Damit kommen wir wieder auf den Stand vor der Verabschiedung der Pflegeversi-cherung. Das ist kein innovativer Ansatz zur Bewältigung der steigenden Pflegeprobleme", sagte Helmhold.
Hs