PRESSEMITTEILUNG
NR. 2758
Datum: 17. Juli 2003
GRÜNE: Sparmaßnahmen bei ambulanten Betreuungsvereinen sind kontraproduktiv
GRÜNE: Sparmaßnahmen bei ambulanten Betreuungsvereinen sind kontraproduktiv
Kontraproduktiv sind die von der Landesregierung beabsichtigten Einsparmaßnahmen bei den Betreuungsvereinen und den vorpflegerischen Maßnahmen nach Ansicht der Landtags-grünen. "Diese Maßnahmen dienen dazu, Pflegebedürftigkeit oder stationäre Pflege zu ver-meiden," sagte die sozialpolitische Sprecherin Ursula Helmhold am Donnerstag in Hannover. Dies geschähe zum Beispiel dadurch, dass Fachkräfte ambulante psychosoziale Hilfen bei älteren Menschen leisteten und notwendige häusliche Begleitdienste und andere stabilisierende Maßnahmen zum Zwecke des Verbleibs in der eigenen Wohnung organisier-ten, die von der Pflegeversicherung nicht gezahlt würden. "Wer diese vorpflegerischen Maß-nahmen zusammenstreicht, legt letztlich bei den stationären Kosten drauf," so die Grünen-Politikerin.
Auch die 30%ige Mittelkürzung für Betreuungsvereine, die ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer für gebrechliche ältere Menschen gewinnen und schulen, sei sozial- und haushalts-politisch unsinnig. "Wenn diese gemeinnützigen Vereine mit minimalen Restzuschüssen auskommen müssen steigen im Justizhaushalt die Ausgaben für die hauptamtliche Betreu-ung." Das sei, so Helmhold zwar eine kurzfristige, aber auch sehr kurzsichtige Einsparung.
hs/kn