PRESSEMITTEILUNG
NR. 2830
Datum: 25. August 2003
Sozialarbeiter nicht von der Hauptschule abziehen
Die Landtagsgrünen haben den Vorschlag der CDU-Regierungsfraktion kritisiert, soziale Verbände und Initiativen als Ersatz für die hauptamtliche Sozialarbeit an den Hauptschulen zu bestellen. Der "hochproblematischen Situation an vielen Hauptschulen" könne wirksam nur durch eine enge, professionelle Zusammenarbeit von Lehrern und Sozialarbeitern begegnet werden, sagte die sozialpolitische Sprecherin Ursula Helmhold am Montag in Hannover.
"Die Arbeit von Vereinen kann zwar eine wichtige Ergänzung sein, sie kann aber Sozialarbeiter keinesfalls ersetzen," sagte die Grünen-Politikerin. Die Rechnung sei im Übrigen ohne den "Wirt", die Kommunen, gemacht, die für die Jugendpflege zuständig seien.
Der Abzug der professionellen Sozialarbeit würde die Hauptschulen weiter schwächen und auch dazu führen, dass noch weniger ausgebildete Junglehrer mit Begeisterung an diese Schulform gehen.
Das Versprechen Althusmanns, im Gegenzug angestrebte Kürzungen im Sozialetat des Landes zu vermindern, sei völlig unseriös, sagte Helmhold. Sollten die Verbände neue Aufgaben an den Schulen verbindlich übernehmen, seien dafür klare Leistungsabsprachen, eine entsprechende Mittelzuweisung und personelle Ausstattung erforderlich. Kürzungen in anderen Bereichen blieben jedoch weiter bestehen.